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~°*°~
Nicki ist 14 jahre alt, sie hatte ihre Hausaufgaben fertig und saß am Computer, sie freute sich schon riesig denn dann könnte sie in ihren Lieblings-Chat gehen und schauen ob sie eine Nachricht von ihren Internetfreund bekommen hat. Sie loggte sich ein, 1 neue Nachricht von sk8terboy14, sofort las Nicki die Nachricht:
„Hi, wie geht’s? Wenn du willst können wir uns ja treffen, aber es muss Geheim bleiben. Ich hoffe du antwortest mit ,,Ja’’. Bis dann dein Sk8terboy14’’ Nicki blieb das Herz stecken, was sollte sie als Antwort schreiben? Sollte sie es ihr Geheimnis bleiben oder sollte sie mit jemanden darüber reden? Sie nahm das Telefon und wählte die Nummer von Kati: „Hey Kati ich bin es Nicki!’’ - „Hey, wie geht’s dir?’’ - „Na, ja. Ich habe dir doch von diesen sk8terboy14 erzählt, der will sich mit mir treffen, und jetzt.“
,,Gute Frage, sag Ja, dann gehen wir beide zu diesem Date. Du machst einen Ort und Zeitpunkt aus. Ok?“ - ‚,Geht klar.“
Es war der Nachmittag angekommen, Nicki und Kati machten sie auf den Weg, sie waren am Cafe angekommen. Als Zeichen dafür das sie sich erkennen sollten, sollte jeder eine gelbe Blume tragen, doch Nicki ließ die Blume erst noch in der Tasche. Sie sahen einen Mann mit einer gelben Blume, der war mindestens 50 Jahre alt. Kati und Nicki drehten sich um, schauten sich in die Augen und sie wussten, dass sich nie wieder mit jemanden aus dem Internet treffen würden!
~°*°~
Ein Mädchen freute sich schon riesig auf ihren Sommerurlaub in Spanien. Dort angekommen genoss sie eine tolle Zeit. Sie lernte sogar einen netten Typen kennen, mit dem sie gleich zusammen kam. Eines Abends lagen die beiden am Strand und küssten sich leidenschaftlich. Doch es blieb nicht nur beim Küssen. Der Typ wollte unbedingt mit ihr schlafen. Nach langem hin und her war sie auch einverstanden damit und zog ein Kondom aus der Tasche. Doch der Junge weigerte sich dies zu benutzen, so verbrachten sie eine wunderschöne Liebesnacht am Strand, jedoch ohne Verhütungsmittel. Am nächsten Tag war es dann soweit und das Mädchen musste ihre Ferienliebe verlassen. Sie küssten sich noch innig und verabschiedeten sich. Kurz vor Abfahrt flüsterte der Typ dem Mädchen noch ins Ohr wie verliebt er sei, und wie schön diese Liebesnacht war. Dann gab er ihr noch ein kleines Päckchen, auf dem stand: Erst im Flugzeug öffnen! Sie fiel ihm in die Arme und wollte nicht mehr los lassen, doch wie es das Schicksal so wollte fuhr sie mit ihren Eltern gemeinsam - und ohne ihren Lover - zum Flughafen. Sie war mächtig gespannt was nun in dem Päckchen sei und konnte den Abflug gar nicht mehr erwarten. Sie malte sich die wunderschönsten Dinge aus. Und als es dann endlich soweit war und sie das schöne Geschenkpapier aufriss, das Päckchen öffnete, kam der Schock: Drinnen lag eine grauenhafte tote Ratte und ein kleiner Zettel , auf dem stand:
WELCOME TO THE AIDS-CLUB!
~°*°~
Shannon konnte die Fußschritte hinter sich hören als sie nach Hause ging.
Der Gedanke dass sie verfolgt wird , ließ Ihr Herz schneller schlagen.
Du bist lächerlich , sagte Sie sich selbst , Niemand verfolgt dich.
Um sicher zu gehen beschleunigte Sie Ihr Schritttempo , doch die Schritte glichen sich den ihren an.
Sie hatte Angst nach hinten zu sehen und sie war froh dass sie fast zu Hause war.
Shannon sagte ein schnelles Gebet , Gott , bitte lass mich sicher nach Hause kommen.
Sie sah das Außenlicht brennen und rannte den Rest des Weges , bis zum Haus.
Erst mal drinnen , lehnte sie sich einen Moment gegen die Tür ,
erleichtert in den sicheren vier Wänden ihres Zuhause zu sein.
Sie sah aus dem Fenster um nachzusehen ob jemand da draußen war.
Der Gehweg war leer.
Nach dem Durchblättern Ihrer Bücher , entschloss sie sich einen Snack zu sich zu nehmen und online zu gehen.
Sie loggte sich unter Ihren Nicknamen ByAngel213 ein.
Sie sah in Ihre Buddyliste und stellte fest dass GoTo123 online ist.
Sie schickte ihm eine Nachricht.
ByAngel213: Hi Ich bin froh dass du online bist!
Ich hab geglaubt dass mich jemand nach Haus verfolgt hat.
Es war total komisch!
GoTo123: Du guckst zu viel Fern.
Wieso sollte dich jemand verfolgen?
Wohnst du nicht in einer sicheren Gegend?
ByAngel213: Natürlich wohne ich in einer sicheren Gegend.
Ich nehme an dass ich mir das nur eingebildet habe ,
denn ich hab niemanden gesehen , als ich rausgeschaut habe.
GoTo123: Es sei denn du hast deinen Namen übers Internet rausgegeben.
Das hast du doch nicht gemacht oder?
ByAngel213: Natürlich nicht. Ich bin doch nicht doof , weist du?
GoTo123: Hattest du ein Softball Spiel nach der Schule heute?
ByAngel213: Ja , und wir haben gewonnen!
GoTo123: Das ist Klasse! Gegen wen habt Ihr gespielt?
ByAngel213: Wir haben gegen die Hornets gespielt.
Der irren Uniformen sind total schrecklich!
Sie sehen aus wie Bienen.
GoTo123: In welchem Team spielst du?
ByAngel213: Wir sind die Canton Cats.
Wir haben Tigerpfoten auf unseren Uniformen.
Die sind total cool.
GoTo123: Hast du gepitched?
ByAngel213: Nein , ich spiele second Base.
Ich muss weg.
Meine Hausaufgaben müssen fertig sein bevor meine Eltern nach Hause kommen.
Ich will sie nicht verärgern. CU.
GoTo123: Bis dann. CU.
Währenddessen......
GoTo123 ging zum Mitglieds Menü und begann die suche nach ihrem Profil.
Als er es fand , markierte er es und druckte es aus.
Er holte einen Stift heraus und begann aufzuschreiben was er bis jetzt über Angel wusste.
Ihr Name: Shannon
Geburtsdatum: 3 Januar 1985 - Alter:13
Staat in dem sie wohnt: North Carolina
Hobbies: Softball , Chore , Skating und Shoppen.
Neben dieser Information wusste er dass sie in Canton wohnt , weil sie es ihm grad gesagt hat.
Er weiß , dass sie bis 18:30 Uhr alleine war , und das jeden Nachmittag , bis Ihre Eltern von der Arbeit kommen.
Er wusste dass sie im Schulteam Donnerstag Nachmittag Softball spielt.
Und dass sich das Team Canton Cats nennt.
Ihre Glückszahl 7 ist auf dem Rücken Ihrer Uniform gedruckt.
Er wusste dass sie im siebten Schuljahr der Canton Junior High School war.
Das hat sie ihm erzählt.
All dies in einer Unterhaltung die sie Online hatten.
Er hatte jetzt genug Information um sie zu finden
Shannon erzählte Ihren Eltern nicht von dem Geschehen auf dem Weg nach Hause.
Sie wollte nicht dass sie Ihr eine Szene machen und ihr verbieten zu Fuß nach Haus zu gehen nach dem Softball Spiel.
Eltern übertreiben immer maßlos und Ihre waren die Schlimmsten.
Sie wünschte sie wäre kein Einzelkind.
Wenn sie doch einen Bruder und eine Schwester hätte , dann wären ihre Eltern nicht so übertrieben beschützerisch.
Bis Donnerstag hatte Shannon die Fußschritte längst vergessen.
Sie war grad mitten im Spiel als sie merkte , dass jemand sie an starrte.
In dem Moment fielen ihr auch wieder die Schritte ein.
Sie sah von Ihrem Second Base nach oben , um festzustellen , dass ein Mann sie genau beobachtete.
Er lehnte sich gegen den Zaun und lächelte , als sie ihn ansah.
Er sah überhaupt nicht Angst einflößend aus und sie vergaß schnell wieder Ihre Bedenken
Nach dem Spiel saß er auf einer Bank in Ihrer Nähe , als sie noch kurz mit dem Trainer sprach.
Sie bemerkte sein Lächeln auf ein Neues und ging an ihm vorbei.
Er nickte und sie lächelte zurück.
Ihm fiel der Name auf dem Rücken Ihres Trikots auf , und er wusste , dass er sie gefunden hatte.
Er ging mit einem sicheren Abstand hinter ihr her.
Sie waren nur ein Paar Häuser von Shannons zu Hause entfernt.
Und als er wusste wo sie wohnt , ging er schnell zurück zum Park um sein Auto zu holen
Jetzt musste er warten.
Er entschloss sich etwas zu essen bis die Zeit gekommen ist nach Shannons Haus zu gehen.
Er fuhr zu einem Schnellrestaurant und blieb dort bis es Zeit war seinen Schritt zu machen.
Shannon war in Ihrem Zimmer als sie Stimmen im Wohnzimmer hörte.
Shannon , komm her , Ihr Vater rief.
Er hörte sich besorgt an , und sie konnte sich keineswegs vorstellen warum.
Sie ging ins Zimmer , als sie den Mann vom Spielfeld auf dem Sofa sitzen sah.
Setz dich , fing ihr Vater an , dieser Mann hat uns grad eine sehr interrasante Geschichte über dich erzählt.
Shannon ging zu einem Stuhl gegenüber im Raum.
Wie konnte er ihren Eltern überhaupt irgend etwas erzählen?
Sie hatte ihn bis heute noch nie zuvor gesehen!
Weißt du wer ich bin Shannon? fragte der Mann sie.
Nein , antwortete Shannon.
Ich bin ein Polizist und dein Online Freund , GoTo123.
Shannon war erstaunt.
Das ist nicht möglich!
GoTo ist ein Kind in meinem Alter!
Er ist 14 und wohnt in Michigan!
Der Mann lächelte.
Ich weiß dass ich dir das erzählt habe , aber es war nicht wahr.
Siehst du , Shannon , es gibt Menschen online die nur so tun als wenn sie Kinder wären;
Ich war einer von denen.
Doch während andere es machen um Kinder zu finden und Ihnen weh zu tun ,
gehöre ich zu der Gruppe die es macht um Kinder zu schützen.
Ich bin hergekommen um dich zu finden ,
und um dir beizubringen wie gefährlich es sein kann zu viel Information rauszugeben ,
an Menschen übers Internet.
Du hast mir genug erzählt , um es mir leicht zu machen dich zu finden.
Dein Name , die Schule die du besuchst , der Name deines Ball Teams , und die Position in der du spielst.
Die Nummer und der Name auf deinem Trikot machte das Finden nur noch einfacher.
Shannon war immer noch erstaunt.
Du wohnst nicht in Michigan?
Er lachte.
Nein , ich wohne in Raleigh.
Es hat dir ein sicheres Gefühl gegeben zu glauben , dass ich so weit weg wohne , nicht wahr?
Sie nickte.
Ich hatte Freunde der ihre Tochter war genau wie du , nur hatte sie nicht so viel Glück.
Der Mann fand sie und tötete sie während sie allein zu Haus war.
Kindern wird beigebracht nie jemanden zu sagen wenn sie allein zu Hause sind , jedoch tun sie es ständig , online.
Sie tricksen dich aus Informationen rauszugeben , ein wenig hier , ein wenig da.
Bevor du es weisst , hast du ihnen genug erzählt damit sie dich finden können , ohne dass du es überhaupt bemerkt hast.
Ich hoffe dass du daraus etwas gelernt hast und demnächst vorsichtiger bist.
Das werd ich versprach Shannon.
Wirst du anderen davon erzählen damit sie auch sicher sind?
Das verspreche ich!
Ich bitte Dich von Herzen -
schicke diese Geschichte an so viele Menschen wie möglich ,
um sie vor dem Schlimmsten zu bewahren.
~°*°~
Verängstigt, voller Scharm und Angst sitz ich in der Ecke, mache mich ganz klein, mich darf doch keiner sehen. Drücke die hand von meinem Zwillingsbruder ganz doll, zu doll, es tut ihm sicher weh. Doch er sagt nichts, lässt mich nicht los, lässt mich nicht allein. Er will mich beschützen, doch kann er es nicht, ist doch noch viel zu klein grad erst vier und doch schon so ernst, so schweigsam, so traurig. Er kann nix machen, genauso wenig wie ich. Ich muss weinen, er sieht mich an ,“nicht weinen“! sagt er und doch laufen ihm selbst die Tränen übers Gesicht. Kann nix machen, hilflos, machtlos, zu klein! Die Tür geht auf, er ist da, Papi ist zu Hause. Hab Angst! Drücke die hand fester zu, darf das nicht zu doll, es tut ihm doch weh, lasse etwas locker. Bitte nicht, bitte, bitte nicht, geht es mir immer wieder durch den Kopf. Doch es ist sinnlos, es wird passieren, wieder passieren, so wie jeden Tag. Er ist da. Gleich kommt er! BITTE NICHT!!! Doch er kommt. „Hier seid ihr ja!“ er lächelt, ich habe Angst! „Komm mein Engelchen, komm zu Papi!“ Hab solche Angst! Er hebt mich hoch, hebt mich einfach hoch, will das doch nicht. Lasse meinen Bruder nicht los, klammere mich an ihm fest. Bitte nicht loslassen, lass mich nicht allein. Er kann sie lesen, meine Gedanken, ich weiß es genau und er lässt nicht los, seine kleine Hand umklammert meine ganz fest. Nicht loslassen! Doch Papa ist stärker. Er zerschlägt unsere Hände, ich will sie wieder greifen, lass mich nicht allein, bitte! Ich weine, schreie, will nicht! Er weint auch, guckt mir nach, uns nach, Papa und mir. Er zittert, er weint, er schreit meinen Namen. Schreit Papa an! Was sagt er? Ich verstehe es nicht, ich höre seine Worte nicht, er bewegt doch seine Lippen, warum höre ich seine Worte nicht??? Was sagt er, will wissen was er sagt! Sehe ihn nicht mehr, die Tür geht zu, hinter mir, mir, hinter uns. Bin ja auf Papas Arm. Wir gehen ins Schlafzimmer, will nicht! BITTE! Hab Angst, er lächelt. Freut sich, es macht ihm Spaß. „Nicht weinen, Engel“ sagt er „Bin doch jetzt bei dir, bin doch lieb zu dir, sei du doch auch lieb zu mir!“Kann nichts machen, kann mich nicht wehren. Er streichelt mich, will das nicht, nicht an diesen Stellen, warum streichelt er mich da?
„Nein!“ flüstere ich immer wieder. Kann nix machen, bin doch so klein, zu klein. Muss lieb sein, sein Engel sein, hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi! Er küsst mich, überall, will das nicht, nicht an diesen Stellen. Weine, sie tun weh, die Tränen sie brennen wie Feuer. Warum da? Warum an diesen Stellen? Muss ihn auch küssen, warum? Will das nicht! Muss ihn küssen, überall! „Komm sei mein Engelchen, sei lieb zu Papi!“ Will lieb sein, will sein Engel sein, hab ihn doch lieb, er hat mich doch auch lieb, oder!?! Ja ist doch mein Papa. Jetzt legt er sich auf mich, er ist schwer, so schwer. Er wiegt so viel, kriege keine Luft. Gleich passiert es wieder, gleich tut es weh, nein, will das nicht. Es tut so weh. Es macht ihm Spaß, er mag es, es gefällt ihm. Er küsst mich, immer
wieder. Auf und ab, Wie bei „Hoppe-Hoppe Reiter“.Ich mochte dieses Spiel, früher, als er das noch nicht machte, ja da mochte ich es, jetzt nicht mehr, jetzt hasse ich dieses Spiel, mag es nicht mehr spielen auch nicht im Kindergarten: Er macht komische Geräusche, es tut so weh. Es wird immer doller, immer schneller. Bald ist es vorbei. Wo ist Danny? Will zu meinem Bruder. „DANNY!“ schreie ich in Gedanken, er hört es, ich weiß es genau, kann seine Gedanken lesen. Was ist nur los? Sehe mich, nein uns Papi und mich, von oben. Es sieht komisch aus. Es passt nicht zusammen. Er ist viel zu groß, ich bin zu klein, es passt nicht zusammen. Er macht komische Bewegungen. Seine Augen, er sieht glücklich aus. Will tot sein, so wie Putzi unser Wellensittich, der schläft jetzt auch, für immer. Will auch schlafen, für immer, nie wieder aufwachen, tot sein. Aber er ist glücklich, er ist froh. Papa macht es Spaß, muss lieb sein! Und dann, dann stöhnt er ganz laut. Es ist vorbei. Es tut so weh! Er gibt mir noch einen Kuss „Warst ein lieber Engel, der liebste Engel den es gibt!“ flüstert er mir zu. Es tut so weh. Es blutet! Warum? Was ist passiert? Verstehe es nicht! Warum??? Ich mag esnicht, will das doch nicht.
Hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi. „Es ist normal.“ Hat er gesagt, immer wieder, es ist normal. Glaube ihm, er ist ja groß, ist Erwachsen. Erwachsene haben immer Recht, bin doch nur ein Kind. Hab Miriam im Kindergarten gefragt, die hat gesagt, ihr Papa macht es auch mit ihr. Aber es tut so weh, es blutet. Frage mich immer wieder, warum? Wo ist Mama, warum macht sie nichts dagegen? Sie weiß es doch! Sie hat uns doch gesehen, als er, als wir! Beim letzten mal. Sie hat nichts gemacht, nur geguckt. Nichts gesagt, stand nur in der Tür. Er hat sie angeschrien, warum schreit mein Papa meine Mama an? Dann ist sie gegangen, hat nichts gesagt, nie. Kein Wort, nur, das ich nichts sagen darf,
niemanden, niemals! „Es ist normal.“ Hat sie gesagt. Muss das glauben, will ja lieb sein, ein Engel sein. Laufe zu Danny, er hält mich fest! „Hast du aua?“ fragen seine Gedanken, ich muss weinen! Er hat auch aua! Er spürt das selbe wie ich, jedes mal. Spürt immer wenn ich aua habe, genauso doll wie ich. Er nimmt mich in seine Arme, seine kleinen Arme, sind doch noch so klein, so schlafen wir ein, Arm in Arm in der Ecke, ganz allein. Wo ist Mami? Frage mich immer wieder. „Papi, warum? Hab dich doch so lieb, will doch dein Engel sein, Papi warum. WARUM??? Will tot sein, wie Putzi, für immer schlafen, wie Putzi, tot sein….
Warum, warum nur? Warum….
~°*°~
Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an Deine Worte. Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol.
Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest. Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten.
Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass Du immer recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg.
Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund Deiner Erziehung - so verantwortungsvoll und fein.
Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Strasse ein. Aber der andere Fahrer sah mich nicht, und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.
Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken. Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss.
Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm doch schnell. Wie konnte mir das passieren? Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.
Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt.
Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken. Es waren die anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht.
Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben.
Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf.
Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm.
Sag meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt Papis Mädchen auf meinen Grabstein.
Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben.
Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte.
Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe: Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die sterben muss?
~°*°~



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